Was ist Verhaltenstherapie?

Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren, dessen Wirksamkeit bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen in allen Altersgruppen durch zahlreiche Studien belegt ist. Für viele Problembereiche und Störungsbilder stehen inzwischen ganz spezielle, auf Wirksamkeit überprüfte verhaltenstherapeutische Therapieprogramme zur Verfügung.

 

Verhaltenstherapie geht davon aus, dass alle Menschen Verhaltensweisen im Laufe ihres Lebens erlernen und verlernen können.

 

Verhaltenstherapie ist

  • problemorientiert, d.h. aus dem breiten Spektrum der Verhaltenstherapie werden von der Psychotherapeutin diejenigen Methoden und Strategien ausgewählt und vermittelt,  welche Ihnen und Ihrem Kind bei der Lösung der gegenwärtigen Probleme am meisten helfen.
  • zielorientiert, d.h. es wird gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Kind besprochen und festgelegt, was sich durch die Unterstützung der Psychotherapeutin ganz konkret verändern soll.
  • handlungsorientiert, d.h. neue Verhaltens- und Erlebensweisen werden aktiv von Ihnen und Ihrem Kind unter Anleitung der Psychotherapeutin zunächst im geschützten Rahmen der Therapie und später auch zuhause erprobt und trainiert.
  • transparent, d.h. ein wichtiger Bestandteil der Verhaltenstherapie ist, dass Sie und Ihr Kind über die geplante Therapie gut informiert sind und verstehen warum wir welche Übung machen oder uns einem bestimmten Thema widmen. Dazu gehört z.B. das Besprechen von Testergebnissen aus der Diagnostik und die gemeinsame Erarbeitung eines individuellen Störungsmodells (um zu verstehen warum/wie/wodurch das Problem entstanden ist und um daraus dann gemeinsam zu erarbeiten welche Möglichkeiten/Strategien nun bei der Lösung des Problems helfen können).

Was ist Rational-Emotive Verhaltenstherapie (REVT)?

Die heutige moderne Verhaltenstherapie integriert neben den klassischen Methoden (welche rein am Verhalten ansetzen) auch kognitive Methoden, welche primär an den Gedanken von uns Menschen ansetzen. Neben der Kognitiven Therapie (KT) nach Aaron T. Beck (welche primär zur Depressionsbehandlung entwickelt wurde), ist die Rational-Emotive Verhaltenstherapie (REVT) - von Albert Ellis 1955 begründet - die älteste und erste Form kognitiver Verhaltenstherapie.

 

In der Rational-Emotiven Verhaltenstherapie (REVT) nach Albert Ellis wird an den Gedanken (Kognitionen) gearbeitet, durch deren Veränderung jeder Mensch lernen kann seine eigenen Gefühle zu beeinflussen und zu verändern.

 

Dabei geht es jedoch nicht darum sich immer nur gut zu fühlen, sondern es wird unterschieden zwischen gesunden und ungesunden Gefühlen - beide können sowohl negativ als auch positiv sein. Am einfachsten lassen sich gesunde und ungesunde Gefühle anhand des damit verbundenen Verhaltens unterscheiden:

 

Gesunde Gefühle helfen uns Menschen, Verhaltensweisen zu zeigen, mit denen wir Probleme lösen können und unseren Zielen näher kommen.

 

Ungesunde Gefühle dagegen haben Verhaltensweisen zur Folge, welche unsere Probleme eher aufrecht erhalten und uns in der Erreichung unserer Ziele behindern oder blockieren.

 

Welche Gedanken bei Ihnen und Ihrem Kind zu gesunden und welche zu ungesunden Gefühlen führen und wie Sie Einfluss darauf nehmen können, um Ihre Probleme in Zukunft eigenständig lösen zu können, erlernen Sie in meiner Praxis im Rahmen einer Rational-Emotiven Verhaltenstherapie (REVT).

 

Die Wurzeln der Rational-Emotiven Verhaltenstherapie (REVT) reichen in der Geschichte weit zurück. Bereits ca. 50-120 n.Chr. erkannte der stoische Philosoph Epiktet den Zusammenhang zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten bei uns Menschen und brachte dies mit folgendem berühmten Zitat zum Ausdruck:

Es sind nicht die Dinge, welche die Menschen beunruhigen, sondern ihre dogmatische Sicht von den Dingen.          Epiktet